CSS lernen: Dem HTML ein Gesicht geben
HTML liefert die Struktur, CSS (Cascading Style Sheets) liefert das Aussehen: Farben, Schriften, Abstände, ganze Layouts. Die Arbeitsteilung ist eine der besten Ideen des Webs. Derselbe HTML-Inhalt kann komplett unterschiedlich aussehen, je nachdem welches Stylesheet man ihm anzieht. Diese Website ist der lebende Beweis: modernes HTML, angezogen wie 1998.
Ein Vorgeschmack wie CSS aussieht:
CSS-Code
h1 {
color: #000082;
font-family: Arial, sans-serif;
}
Links steht wen es trifft (der Selektor, hier alle h1), in den geschweiften Klammern steht was passiert (Eigenschaft und Wert). Aus diesen zwei Zutaten besteht praktisch das ganze CSS-Universum.
Der Lernpfad
- CSS einbinden: die drei Wege vom Stylesheet zur Seite.
- Selektoren: Elemente gezielt ansprechen.
- Klassen und IDs: eigene Anker fürs Styling setzen.
- Farben: Hex, RGB, HSL und was wann taugt.
- Schriftarten: font-family, Größen und Zeilenabstand.
- Abstände: margin und padding auseinanderhalten.
- Das Box Model: warum jedes Element ein Karton ist.
- display: das Verhalten von Elementen umschalten.
- position: Elemente aus dem Fluss lösen.
- Flexbox: Dinge nebeneinander, endlich ohne Tricks.
- CSS Grid: Layouts in Zeilen und Spalten denken.
- Media Queries: CSS je nach Bildschirmgröße.
- Responsive Design: die Strategie hinter alldem.
- CSS-Variablen: Werte einmal definieren, überall nutzen.
- Animationen: Bewegung mit transition und keyframes.
Ein Wort zur Geschichte
Es gab eine Zeit, da wurde das Aussehen direkt ins HTML geschrieben: font-Tags, bgcolor-Attribute, Layout-Tabellen. Wer eine Farbe ändern wollte, hat hundert Dateien angefasst. CSS hat damit aufgeräumt, und zwar so gründlich dass die alten Techniken heute im Museum stehen, genauer gesagt in unserem Retro-Web. Die Ironie, dass ausgerechnet dieses Retro-Wiki sein 98er-Aussehen komplett mit modernem CSS erzeugt, ist uns durchaus bewussst.
Grundlagen zum HTML darunter: HTML lernen · Begriffe: Glossar