Glossar: Webbegriffe kurz erklärt
Hier stehen die Begriffe die einem beim HTML-Lernen dauernd begegnen, jeweils in zwei, drei Sätzen erklärt und mit dem Artikel verlinkt der tiefer einsteigt. Gedacht zum Nachschlagen zwischendurch, nicht zum Auswendiglernenn.
HTML-Grundbegriffe
- Element
- Ein Baustein einer HTML-Seite, meist bestehend aus öffnendem Tag, Inhalt und schließendem Tag, etwa ein Absatz oder eine Überschrift. Grundlagen: Was ist HTML.
- Tag
- Die Auszeichnung in spitzen Klammern, mit der ein Element im Quelltext notiert wird:
<p>öffnet,</p>schließt. - Attribut
- Eine Zusatzangabe im öffnenden Tag nach dem Muster name="wert", etwa das Linkziel href oder die Bildbeschreibung alt. Ausführlich: Attribute.
- DOCTYPE
- Die erste Zeile jeder HTML-Datei. Sie sagt dem Browser, dass modernes HTML folgt. Mehr: DOCTYPE.
- head und body
- Die zwei Hälften jedes Dokuments: Der head enthält unsichtbare Angaben über die Seite, der body alles Sichtbare.
- Verschachtelung
- Elemente stecken ineinander wie Kisten in Kisten, wer zuletzt geöffnet wurde, wird zuerst geschlossen. Falsche Verschachtelung ist einer der häufigsten Anfängerfehler.
- Entity (benannte Zeichen)
- Ersatzschreibweisen für Zeichen mit Sonderbedeutung, etwa < für die spitze Klammer oder & für das kaufmännische Und. Liste: Sonderzeichen.
- Semantisches HTML
- Elemente nach ihrer Bedeutung wählen statt nach ihrem Aussehen: nav für Navigation, h1 für die Hauptüberschrift. Warum das zählt: Semantisches HTML.
- Block und Inline
- Die zwei Grundverhalten von Elementen: Block-Elemente beanspruchen die volle Breite, Inline-Elemente fließen im Text mit. Details: Block und Inline.
- Grundgerüst
- Das immer gleiche Grundskelett einer HTML-Datei von DOCTYPE bis /html, auch Boilerplate genannt. Zum Kopieren: Grundgerüst.
CSS-Begriffe
- Selektor
- Der Teil einer CSS-Regel der bestimmt, welche Elemente sie trifft: ein Elementname, eine Klasse, eine Kombination. Übersicht: Selektoren.
- Klasse und ID
- Frei vergebbare Namen im class- bzw. id-Attribut, an denen CSS (und Sprungmarken) andocken. Eine id darf pro Seite nur einmal vorkommen. Mehr: Klassen und IDs.
- Kaskade und Spezifität
- Das Regelwerk das entscheidet, welche CSS-Anweisung gewinnt wenn mehrere dasselbe Element treffen: genauere Selektoren stechen allgemeinere, späteres schlägt früheres.
- Vererbung
- Bestimmte Eigenschaften (vor allem Schrift und Textfarbe) reichen sich automatisch von Eltern- an Kindelemente weiter, den Baum entlang. Siehe DOM.
- Box Model
- Jedes Element ist eine Kiste aus Inhalt, padding, Rahmen und margin. Das Fundament allen Layouts: Box Model.
- Flexbox und Grid
- Die zwei modernen Layoutsysteme: Flexbox verteilt Elemente in einer Reihe oder Spalte, Grid baut zweidimensionale Raster.
- Media Query
- Eine CSS-Bedingung der Art "wenn das Fenster schmaler als X ist, gilt Folgendes", das Werkzeug hinter Responsive Design.
- Breakpoint
- Die Fensterbreite an der eine Media Query umschaltet, bei diesem Wiki zum Beispiel 720 Pixel fürs Stapeln der Fenster.
- Pseudoklasse
- Zustandsabhängige Selektor-Zusätze wie :hover (Maus darüber), :focus (per Tastatur angesteuert) oder :visited (Link schon besucht).
- CSS-Variable
- Ein selbst definierter Wert (etwa eine Farbe) der zentral gepflegt und überall wiederverwendet wird. Anleitung: Variablen.
Technik und Infrastruktur
- Browser
- Das Programm das HTML lädt, versteht und als Seite darstellt. Was dabei passiert: Was ein Browser tut.
- DOM
- Das Document Object Model: der Elementbaum den der Browser aus dem HTML-Text baut und auf dem CSS, JavaScript und Screenreader arbeiten. Erklärt unter Das DOM.
- HTTP / HTTPS
- Das Anfrage-Antwort-Protokoll zwischen Browser und Server, mit S in der verschlüsselten Pflichtvariante. Grundlagen: HTTP und HTTPS.
- Statuscode
- Die Zahlen-Kurzantwort des Servers: 200 alles gut, 301 dauerhaft umgezogen, 404 gibt es nicht.
- URL
- Die vollständige Adresse einer Ressource im Netz, zerlegbar in Schema, Host, Pfad und mehr: Aufbau einer URL.
- Domain und DNS
- Die Domain ist dein registrierter Name im Netz (htmlwiki.de), das DNS ist das Verzeichnissystem das solche Namen in Serveradressen übersetzt.
- Webserver
- Der dauerhaft laufende Rechner samt Software, der Webseiten auf Anfrage ausliefert. Praxis: Webserver und Hosting.
- Hosting
- Gemieteter Platz auf einem Webserver, für handgebaute Seiten schon im kleinsten Paket völlig ausreichend.
- SFTP
- Das gesicherte Übertragungsverfahren mit dem Dateien auf den Server hochgeladen werden, praktisch ein Kopieren übers Netz.
- Relativer Pfad
- Ein Verweis der vom Ort der aktuellen Datei ausgeht (bilder/logo.png) statt von einer vollen Adresse. Tabelle der Schreibweisen: Dateien und Ordner.
- Cache
- Der Zwischenspeicher des Browsers für bereits geladene Dateien. Segen für die Geschwindigkeit, gelegentlich Fluch beim Entwickeln, wenn eine alte CSS-Version hängen bleibt.
- Favicon
- Das Mini-Symbol einer Website im Browser-Tab und in Lesezeichen, eingebunden im head.
Inhalt, Suche und Qualität
- Unsichtbare Angaben über die Seite im head, allen voran description für den Text unter Suchergebnissen. Details: Meta-Tags.
- Viewport
- Der sichtbare Anzeigebereich des Browsers, und der Name des Meta-Tags ohne den Handydarstellung nicht funktioniert. Warum: Responsive Design.
- Alt-Text
- Die Textalternative eines Bildes für Screenreader und den Fall dass es nicht lädt. Regeln: img.
- Barrierefreiheit
- Die Eigenschaft einer Seite, für Menschen mit unterschiedlichsten Voraussetzungen nutzbar zu sein. Überblick: Barrierefreiheit.
- Screenreader
- Software die Bildschirminhalte vorliest oder auf Braillezeilen ausgibt, sie arbeitet auf dem DOM, weshalb sauberes HTML direkt hörbar wird.
- WCAG
- Die international maßgeblichen Richtlinien für barrierefreie Webinhalte, sortiert nach den vier Prinzipien wahrnehmbar, bedienbar, verständlich, robust.
- Validierung
- Die automatische Prüfung von HTML gegen den offiziellen Standard, kostenlos beim W3C. Anleitung: Validierung.
- Responsive Design
- Der Ansatz, eine Seite so zu bauen dass sie sich jeder Fenstergröße anpasst, vom Handy bis zum Großmonitor: Responsive Design.
- Schema.org / JSON-LD
- Ein Vokabular (und sein gängiges Notationsformat) für maschinenlesbare Zusatzinfos im Quelltext, etwa "diese Seite ist ein Rezept". Praxis: Schema.org mit KI.
- Sitemap
- Ein Verzeichnis aller Seiten einer Website, als lesbare HTML-Seite für Menschen und als XML-Datei für Suchmaschinen.
Werkzeuge und Szene
- (Text-)Editor
- Das Schreibprogramm für Quelltext, vom Bordmittel bis zum ausgewachsenen Code-Editor. Mehr braucht es nicht: Erste HTML-Seite.
- Entwicklerwerkzeuge
- Die eingebaute Werkstatt jedes Browsers (meist Taste F12): DOM-Ansicht, CSS-Inspektor, Konsole, Netzwerk- und Gerätesimulation.
- Konsole
- Der Bereich der Entwicklerwerkzeuge in dem der Browser Fehler und Warnungen protokolliert, erste Anlaufstelle bei "geht nicht".
- W3C und WHATWG
- Die Organisationen hinter den Webstandards; HTML wird heute von der WHATWG als fortlaufender "Living Standard" gepflegt. Geschichte: HTML-Geschichte.
- KI-Assistent
- Sprachmodell-basierte Helfer wie ChatGPT oder Claude, die Code erzeugen und erklären können, mit allen Stärken und Fallen: HTML + KI.
- Prompt
- Die Arbeitsanweisung an einen KI-Assistenten. Gute Prompts sind kleine Pflichtenhefte: Gute Prompts.
- Frames (historisch)
- Die alte Technik, das Browserfenster in mehrere Teilbereiche mit eigenen Dokumenten zu zerlegen, seit HTML5 Geschichte: Frames.
- Webring (historisch)
- Ein Zusammenschluss themenverwandter Homepages, verbunden über Weiter- und Zurück-Links im Seitenfuß: die ganze Geschichte.
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